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Vom Meer bis in den Himmel: die schwerste Steigung der Welt
14 Dezember 2018 - Ausbildung
Vom Meer bis in den Himmel: die schwerste Steigung der Welt

Den Gipfel eines Berges von fast 4.200 Metern Höhe zu erklimmen könnte man ruhig als ein alpinistisches Unterfangen einordnen, aber wir sprechen von Radsport auf der Straße.

Das Schöne ist, dass die Fahrt auf Meereshöhe beginnt und ein Höhenunterschied zu bezwingen ist, der mehr als doppelt so groß ist als der Stilfser, um nur ein Beispiel zu nennen.

Um diese unglaubliche Steigung in Angriff zu nehmen, welche zu Recht weltweit als eine der schwierigsten gilt, muss man schon ein wenig reisen, bis zur Insel von Hawaii, im gleichnamigen Archipel, wo sich der gemeinte Berg befindet.

Es handelt sich im Detail um einen erloschenen Vulkan – den Mauna Kea – dessen Gesamthöhe, wenn man bedenkt, dass dieser aus dem Meer herausragt, bei gut 9.000 Metern liegt, also sogar höher als der Everest…

Der Teil, der sich oberhalb der Meeresoberfläche befindet, reicht voll und ganz für die Mutigen aus, welche sich mit einem unvergleichbaren Abenteuer auf einem Rennrad auf die Probe stellen möchten.

Man kann den Berg von verschiedenen Seiten aus bezwingen, aber die mit Sicherheit „verrückteste“ Tour ist die ab Spencer Park, in der Nähe des Strandes von Waikoloa: 92 Km Aufstieg, 4.100 m Höhenunterschied mit einer durchschnittlichen Steigung von 4,5%. Die letztgenannte Information sollte jedoch nicht in die Irre führen: bis zur Höhe von 2.000 m geht es regelmäßig bergauf, aber auf den restlichen 2.000 m sieht die Sache anders aus und es wird sehr viel schwieriger.

Ab diesem Punkt und bis zur astronomischen Beobachtungsstelle auf dem Gipfel wird die Strecke buchstäblich zur Hölle.

An der Grenze zum Unmöglichen

Ungefähr 50 Km mit einer Steigung zwischen 8 und 12%, mit Spitzen von 15%, und lange Abschnitte mit einer Steigung von 20% in der Nähe des Gipfels. Als ob dies nicht ausreichen würde, bestehen die letzten 20 Km zum größten Teil aus unbefestigtem Weg, immer mit einem starken Gegenwind und natürlich mit dem wenigen Sauerstoff, den man in großer Höhe vorfindet.

Wenn dies nicht ausreicht, um von der weltweit schwierigsten Steigung zu sprechen, können wir noch einige Informationen zur Umgebung liefern.

Man sagt, dass auf Hawaii sämtliche Klimazonen des Planteten vorzufinden sind, und hier fällt es nicht schwer, dies zu glauben: der Temperaturunterschied zwischen Abfahrt und Ankunft kann bis zu 35-40 Grad betragen, egal zu welcher Jahreszeit; die Landschaft, welche sich kontinuierlich ändert, reicht von den Stränden mit tropischer Vegetation über Heiden mit trockenem Grass bis hin zu einer Landschaft, welche an den Mond erinnert, mit vom Wind zerbröckeltem Lava-Gestein; manchmal kann man auf dem Gipfel sogar Schnee finden.

Zum Schluss ein Ratschlag: soweit wie möglich sollte man jegliche Risiken meiden und diese „verrückte“ Aktion mit der Hilfe eines spezialisierten, örtlichen Veranstalters in Angriff nehmen, welcher ein Auto zur Verfügung stellt, das Wasser und Lebensmittel, sowie Kleidung zum Umziehen transportiert und im Fall von Problemen mechanische Dienstleistungen durchführt.

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