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Leistungsvergleich auf dem Rad: Drinnen vs. Draußen
22 Oktober 2016 - Ausbildung
Leistungsvergleich auf dem Rad: Drinnen vs. Draußen

Oft hören wir, dass Radfahrer über den Unterschied an Energiewerten frustriert sind, den sie im Verhältnis zur Herzfrequenz jeweils drinnen und draußen auf der Straße benötigen. Als Beispiel können wir einen 45-jährigen Radfahrer nehmen, der ein Masters fährt und seit den letzten 6 Jahren ein aktiver Radsportler ist. Immer, wenn er draußen einen FTP-Test macht, ist er 20 Minuten besser, als wenn er sich auf der Rolle trainiert. Die Herzfrequenz bleibt die gleiche. Wir haben verschiedenste Dinge ausprobiert, um den FTP auf der Rolle zu verbessern (damit er dem FTP auf der Straße gleicht). Wir haben Lüfter aufgestellt, die Rolle nach draußen gestellt, Musik abgespielt…. Aber es scheint immer noch einen Unterschied zu geben.

Hier sind die Werte eines alten Tests: auf einer Rolle werden 258 W und eine durchschnittliche Herzfrequenz von 174 erreicht. Er war frustriert über diese geringen Werte. So ging er 10 Minuten später nach draußen und tritt mit 278 W bei einer Herzfrequenz von 175 in die Pedale.

Diese Erfahrungen machen viele Fahrer. Aber wir haben auch von einigen gehört, die genau das umgekehrte Problem haben – bessere Werte im Innen- als im Außenbereich. Es bleibt somit ein Mysterium. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die dies erklären können. Aber wir müssen zugeben, dass diese wenig überzeugend sind. Eine Erklärung lautet, dass es beim Fahren auf der Straße kurze Phasen der “Erholung“ gebe aufgrund von leichten Hügeln, Kurvenfahrten und Änderungen der Windrichtung. Diese kleinen Veränderungen gibt es nicht drinnen auf der Rolle, wo der Leistungsaufwand in der Regel gleichmäßig ausfällt. Einige Studien haben gezeigt, dass diese kleinen „minimalen Erholungsmomente“ es dem Fahrer erlauben, insgesamt mehr Kraft zu entwickeln.

Die nächste Erklärung lautet, dass bei Straßenfahrten das Rad eigentlich seitlich leicht hin und her wackelt, während der Körper relativ ruhig bleibt und sich nicht bewegt. Auf der Rolle ist das Gegenteil der Fall: Das Rad steht fest auf dem Boden und ist in der Rolle fixiert, während der Fahrer beim Drehen der Pedale sich jeweils leicht zur Seite hin und her bewegt. Dies erfordert eine etwas andere Technik. Außerdem müssen die Muskel anders beansprucht werden, damit die Herzfrequenz bei „künstlich“ Anstrengung ansteigt.

Könnte eine dieser Erklärungen einen Unterschied von 7% erklären? Wahrscheinlich nicht. Könnten eine Kombinationen dieser Erklärungen dieses Phänomen erklären? Möglicherweise. Unterm Strich muss ich sagen, dass ich es wirklich nicht weiß.