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Tremola, das Reich des Kopfsteinpflasters
28 November 2018 - Ausbildung
Tremola, das Reich des Kopfsteinpflasters

Die kleine Robaix der Alpen, wie sie Jemand genannt hat, befindet sich in der Schweiz.
13 Km Steigung, fast vollständig mit Kopfsteinpflaster versehen: 900 m Höhenunterschied und der Zauber vergangener Zeiten.
Es handelt sich um die antike Straße der Val Tremola, welche ihre Liebhaber einfach „La Tremola“ nennen.

Sie wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von den Helvetiern dort gebaut, wo sich vorher lediglich ein enger Saumpfad befand; es handelt sich um ein Meisterwerk des Straßenbaus, das Airolo (Kanton Tessin) mit dem Gotthard-Pass verbindet. Eine unglaubliche Porphyr-Schlage, welche sich mit ihren 24 Kurven gewunden auf 2.091 Metern Höhe bis zum Gotthard hinaufschlängelt.
In den Bergen auf Kopfsteinpflaster Rad zu fahren ist ungewöhnlich und kann Schwierigkeiten bereiten, ein komisches Gefühl für Diejenigen, die nicht daran gewöhnt sind; aber die Faszination dieser Steigung liegt genau in diesen Würfeln, auf welche die Räder gleiten und uns buchstäblich auf dem Sattel „zittern“ lassen.
Lediglich eine kleine Unannehmlichkeit, welche sicher keine Schatten über den Zauber einer einzigartigen und spektakulären Steigung werfen kann und die kein Fahrrad-Fan missen sollte.

Die Steigung

Sie steht praktisch ausschließlich den Fahrrad-Fahrern zur Verfügung, da Autos und Motorräder alle auf die nahe gelegene Schnellstraße ausweichen: Die alte Straße der Val Tremola ist zum größten Teil noch mit der ursprünglichen Pflasterung versehen, welche nichts desto trotz in sehr gutem Zustand ist.
Es geht los vom Zentrum des Dorfes Airolo in Richtung Pass, aber aufpassen, dass man nicht gemäß der Straßenschilder auf die Schnellstraße fährt. Es ist besser, nach dem Weg zu fragen, um nicht auf eine für Fahrräder unzugängliche Straße zu fahren.
Nach zwei Kilometern biegt man an einer Abzweigung nach rechts und fährt Richtung Tal. Hier sind die ersten Abschnitte aus Kopfsteinpflaster vorzufinden, aber bei Km 5 beginnt der spektakulärste Abschnitt (und der schwierigste), denn hier finden wir durchgehend eine Pflasterung mit Kopfsteinpflaster und eine Straße, welche mit einer Reihe von engen Abschnitten und gewagten Kurven nach Oben führt.

Die gleichbleibende Steigung, stets um 7%, „leistet“ viel und man kommt geschwind nach oben, aber es fehlt auch nicht an einigen schwierigeren Stellen, welche eine Steigung von bis 12% aufweisen.
Es ist größter Eifer bis zum Pass gefragt, auch weil auf dem letzten Kilometer der starke seitliche Wind alles noch schwieriger macht.
Die Rückfahrt kann auf dem gleichen Weg erfolgen; wer es sich nicht zutraut, das Kopfsteinpflaster auch abwärts in Angriff zu nehmen, kann als einzige Alternative auf der anderen Seite des Gotthards wieder runterfahren, um über weitere zwei spektakuläre – aber sehr schwierige – Pässe nach Airolo zurückzukehren, d.h. über Furka und Nufenen: ein Kreis entgegen des Uhrzeigersinns, zirka 100 Km lang und mit einem Höhenunterschied von über 3.000 Metern.

“Die Tremola” im Detail

Abfahrt
1.159 m (Airolo)
Ankunft:
2091 m (Gotthard-Pass)
Länge:
12,7 km
Höhenunterschied:
932 m
Durchschnittliche Steigung:
7,4 %
Höchste Steigung:
12 %

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