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Motta gewinnt den GIRO von 1966 mit Ernesto Colnago an seiner Seite
12 Januar 2016 - Geschichte
Motta gewinnt den GIRO von 1966 mit Ernesto Colnago an seiner Seite

Am Vorabend schienen noch der Franzose Anquetil, der den Giro 1964 gewann, und der unangefochtene Herrscher der vorherigen Saison auf den Straßen der Tour de France, Gimondi, für den Sieg favorisiert zu sein.

Er war der Gewinner der Tour im Jahre 1965 und Adorni der Gewinner des letzten Giro. Zu den Favoriten zählten ebenfalls ein weiterer Spanier, Jimenez. Er sollte derjenige sein, der die meisten Fahrer an den Anstiegen nervte. Aber wie aus dem Hut gezaubert führte Gianni Motta dann den Giro an. Der Fahrer aus der Lombardei drängte den Piemontesen vom obersten Platz des Podiums (3 ‘57”) und verdeutlichte damit die Rivalität, die zuvor mit Felice Gimondi ausgelöst wurde. Dieser wurde ein Jahr zuvor Dritter hinter Adorni und Zilioli. Anquetil musste mit einem Abstand von 4’40” den dritten Platz einnehmen.
Bei der Rundfahrt im Jahre 1966 gewann Motta die Etappen am Riva del Garda, Levico-Terme und Bolzano-Moena. Das Dorf, in dem er vor mehr als einer Million Italiener, die das Rennen zuhause vor dem Fernseher oder an den Straßen verfolgten, Sieger wurde, lag zwischen Arona und Brescia – In diesem Dorf überquerten die Fahrer auch den gefürchteten “Muratello Maddalena”.

Der Etappensieg ging an Jimenez und Motta wurde Zweiter. In Trieste, wo der Giro endete, sollte er triumphieren. Die Zeitung Gazzetta dello Sport schrieb: EIN GROßER SIEG BEI EINER SCHWIERIGEN TOUR FÜR MOTTA. In Groppello d’Adda, wo Motta geboren war, fand eine große Feier statt. “Es gibt Wenige, die so schön aussehen, wenn sie erfolgreich sind, wie er. Seine Siege beim Berg-Zeitfahren, als Ausreißer und beim Sprint über die Ziellinie waren immer spektakulär und grandios. In seiner Karriere war er einfach immer er selbst: Er war stolz, aber niemals arrogant“ (Ernesto Colnago, beruhend auf dem Buch “Colnago, das Rennrad”).