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Der Champion mit Colnago in seinem Herzen
11 März 2016 - Interviews
Der Champion mit Colnago in seinem Herzen

Bernd Drogan fuhr 16 Jahre lang auf höchstem Niveau, aber war niemals ein Profi. Seine Geschichte ist die gleiche wie die von vielen anderen Athleten aus dem Ostblock vor dem Fall des Eisernen Vorhangs. Zu seinen größten Erfolgen zählen die Teilnahme an den Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, bei denen er einige der höchsten Auszeichnungen erhielt: So gewann er das 100 km lange Mannschaftszeitfahren bei der WM (1979 in Valkenburg und 1981 in Prag), dann das Einzelrennen (1982 in Goodwood, im selben Jahr gewann Saronni) und schließlich die Silbermedaille beim Straßenrennen der Olympischen Spiele in Moskau. Heute ist Bernd Drogan 61 Jahre alt (geboren im Jahre 1955) und fährt immer noch – seine Leidenschaft, da das Fahrrad eine Lebensphilosophie für ihn ist. Am besten, wenn’s dann noch ein Colnago ist!

Ab welchem Alter sind Sie angefangen, ernsthaft Rad zu fahren?

“Ich fing mit elf Jahren richtig an zu fahren. Nachdem ich mein erstes Rennen gewonnen hatte, wusste ich, dass ich die anderen in meinem Alter problemlos schlagen könnte. Dies diente mir als Anreiz, um mit dem Training zu beginnen. “

Wer sind Ihre Idole?

“Meine Idole waren Gustav Schur, Weltmeister und Gewinner des Friedensrennens. Kurz danach Rudi Altig und dann Eddy Merckx. “

Wann wussten Sie, dass Sie ein Profi werden könnten?

“Mir war sehr bald klar, dass ich die Qualitäten hatte, um in einem Wettbewerb herausragende Leistungen zu bringen. Mein erstes Ziel war es, am Friedensrennen teilzunehmen, ein Mythos für uns in Ostdeutschland. Dann zeigte ich sowohl bei den Weltmeisterschaften als auch bei den Olympischen Spielen gute Leistungen. Leider konnte ich nach den Bestimmungen der damaligen Zeit nicht bei den Profis mitmachen.”

Sie waren Weltmeister der Amateure. Woran erinnern Sie sich an jenem Tag?

“Als ich 1982 über die Ziellinie der Weltmeisterschaft in Goodwood fuhr, war ich so müde und erschöpft, dass ich mich praktisch an nichts mehr erinnere. Aber im Jahre 2002 kam ich noch einmal zurück auf die Rennbahn und fuhr ein paar Runden. Die Erinnerungen wurden kamen wieder, als wenn man durch die Zeit fahren würde. Es war magisch.”

Denken Sie, dass Sie das Maximale in Ihrer Karriere gegeben und erreicht haben?

“Ja, ich denke schon. Da ich in Ostdeutschland geboren wurde, denke ich, dass ich das meiste, was mir zu jener Zeit erlaubt war, getan habe. Ich bedauere nur, dass ich nicht unter den Profis gefahren bin.”

In welchem Alter und warum haben Sie sich aus dem Radsport zurückgezogen?

“Leider beendete ich meine Karriere im Jahre 1984 sehr früh im Alter von 29 Jahren. Ich hatte geplant, an den Olympischen Spielen in Los Angeles teilzunehmen. Aber meine Teilnahme wurde boykottiert und damit war meine anspruchsvolle sportliche Karriere beendet.”

Jahre später fahren Sie immer noch mit dem Rad. Warum fahren Sie so gerne Rad?

“Mir gefiel Radfahren schon immer, sowohl bei der “Arbeit” als auch in der Freizeit zum Vergnügen. Radfahren ist ein Teil meines Lebens. Es hilft mir dabei, mich gut zu fühlen und gesund zu bleiben.”

Was bedeutet die Marke Colnago für Sie?

“In meinen Rennen von 1978 bis 1984 gelangen mir auf einem Colnago meine besten Ergebnisse. Seit 2014 sitze ich nun wieder auf dem Sattel eines Colnago (M10, Anmerkung der Redaktion). Ich bin damit sehr glücklich und zufrieden. Diejenigen, die sich für diese Marke entschieden haben, lieben sie. Sie ist eine Lebensphilosophie.”

 

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