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Warum ich dieses Rad liebe…. Und diese Marke
25 Juli 2016 - Leben
Warum ich dieses Rad liebe…. Und diese Marke

Es gibt wenige Marken, die so in der Lage sind wie Colnago, die sonst so scheinbar perfekt sensiblen Radsportler zu schnatternden Wrackteilen zu machen.

Es ist eigentlich kaum überraschend, wenn man einmal die große Geschichte des Unternehmens im Radsport und seine Reputation für Innovation und kompromisslose Qualität betrachtet, dass auf den Shortlists von vielen Wochenend-Kriegern der Name Colnage unter den Traumrädern zu finden ist. Das Rad, das auf solchen Listen auftaucht, ist in der Regel meistens eins aus der legendären C-Serie von Colnago mit dem Rohr-Rohrhalterungs (lug) -Design aus den letzten 20 Jahren. Das jüngste dieser Serie, das C60, wurde als eines der edelsten Rahmen der Welt bejubelt. Aber es spricht Bände für die Tiefe von Colnagos Fähigkeiten, dass sogar einige ihrer weniger bekannten Rahmensätze Etappen von großen Rundfahrten gewonnen haben. Und einer dieser Rahmen gehört zur nun eingestellten Produktion der M-10-Serie. Ein solcher Rahmen befindet sich auch im Besitz von Paul Lowe, ein stolzer Rennradliebhaber und ehemaliger Nachrichten- und Kriegsfotograf.

Der Fotojournalist ist heute für ein Master-Programm in Fotojournalismus und Dokumentarfotografie am London College of Communication verantwortlich.

Pauls erst spät entstehendes Interesse für den Radsport wird vielen Simpson-Lesern bekannt sein. Paul waren Fahrräder in seiner Jugend ziemlich egal. Und so entdeckte er die Freude an diesem Sport erst mit Mitte 40. Nun mit 52 kann man mit Recht sagen, dass das Rad Pauls Leben stark verändert hat. Er beschreibt, wie alles begann: “Vor ein paar Jahren war meine Mutter ziemlich krank. Sie lebt in einem kleinen Dorf am Rande der Pennines. Und da ich sie ziemlich oft besuchte, entschied ich mich ein Mountainbike zu kaufen, so dass ich fit werden konnte, wenn ich bei ihr war. Ich kaufte mir ein ziemlich gutes Fully. Naiv wie ich war, dachte ich, dass ich dieses Bike fahren konnte, wo auch immer ich wollte.

Ich stellte schnell fest, dass ich mich sehr wahrscheinlich umbringen würde, wenn ich nicht lernen würde, wie man es richtig fährt. Also ging ich und besuchte ein paar Kurse. Es machte mir richtig viel Spaß und ich bekam richtig Interesse für den Sport. “Dann entdeckte ich eine kleine Gruppe von Fotografen, die ebenfalls Radsportler waren. Darunter auch mein Freund Simon Norfolk, der mit dem Rennrad-Fahren vor fünf oder sechs Jahren anfing. Ich lieh mir eins von seinen Rädern, ein Bianchi, und machte mit ihm eine Fahrt. Ich war sofort angetan von dem Rad und kaufte mir daraufhin selbst ein eigenes Bianchi Sempre Pro.”

Dann gab es einen dieser schicksalhaften Momente, der das Leben verändert, wie Paul erklärt: “Meine Frau Amra sagte mir, dass ich ein bisschen dick geworden bin, ohne zu bemerken, welche Box der Pandora sie damit geöffnet hatte. Ab sofort wurde ich zu einem extrem ambitionierten Fahrer. Ich kaufte mir ein zweites Mountainbike und stellt dann fest, dass ich auch ein zweites Rennrad benötigte. Als ich mein fünftes Rad kaufen wollte, dachte ich somit an mein Traumrad …”

Das Rad

Paul recherchierte und er entschied sich für einen hochwertigen Rennrad-Rahmen. Er sagt: “Ein Kumpel hatte ein Colnago Master, das großartig war. Er sprach viel davon, wie gut es sich fahren ließ. Dann tauchte ein Colnago M10 Rahmensatz zum halben Preis auf und ich schlug zu. “Es ist kein komplett reines Colnago, das es einen Monocoque-Rahmen hat, aber Colnago selbst sagte, dass wenn er ein Monocoque baute, es ein Colnago-Monocoque wäre. Es ist also ganz bestimmt kein stinknormaler Rahmen. Egal, Purist hin oder her, ich denke, dass es ein schönes Rad ist.” Paul hatte ein festes Budget, so dass er sich bei den Komponenten, die er kaufte, für eine Mischung aus neuen Teilen und Second-Hand-Teilen entschied, die er bei Ebay und anderen Quellen erwarb. Sein Rad ist nun mit einer Original-Sattelstütze von Colnago, Campagnolo Record Komponenten, einem Rotor 3D Tretlager, einem Vorbau und einer Lenkstange von FSA und Reifen von Campag Neutron ausgestattet. Das Rad wurde von Rohan Dubash für ihn gebaut, der auch als Doktor D bekannt ist. Dubash ist ein bekanntermaßen sorgfältiger Mechaniker aus Sutton, Surrey. Paul sagt: “Es machte mir richtig viel Spaß zu sehen, wie Rohan das Rad zusammenbaute. Er geht sehr genau und präzise bei seiner Arbeit vor, so dass jedes kleine Detail ganz genau beachtet wird.

“Was ich dann bekam war ein Rad auf dem Niveau eines Rads für eine Tour de France. Es war vielleicht nicht das leichteste auf der Welt, aber dafür ließ es sich ziemlich gut fahren. Es ist so steif und robust und liegt gut in den Kurven und bei Abfahrten. Ich würde nicht behaupten, dass es mich unbedingt schneller gemacht hat, aber es fühlt sich unglaublich gut an, darauf zu fahren!”

Ein Rennradfahrer werden

Es war nicht nur die Hardware, die Paul in dieser Zeit verbesserte – er arbeitete auch hart daran, sich in einen ernsthaften Wettkämpfer zu verwandeln. Er sagt: “Ich bin ein ziemlicher Streber, was das Training angeht. Ich lernte den ehemaligen Profi und jetzigen Trainer Dave Lloyd kennen. Ich war nur einen Tag mit ihm zusammen, aber dabei lernte ich so unglaublich viel.
Ich fing nun mit seriösen Trainingseinheiten an und kaufte mir einen Leistungsmesser. Das half meinem Verständnis über die Funktionsweise der verschiedenen Belastungszonen enorm. Ich lernte, wie man sie fuhr, wie ich mir meine Kräfte einteilte und so weiter. Dann arbeitete ich mit Trainingsplänen von Tony Williams in Flamme Rouge, der ebenfalls fantastisch war.” Paul hat nun zweimal den Dragon Ride und die Cymru-Etappe absolviert. Er hat sich sogar komplett in die andere Richtung orientiert und mit Triathlon angefangen. Einen halben Ironman hat er ebenfalls schon in Wimbleball absolviert. Dieser besteht aus 1.9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21 km Laufen. Sein Mountainbiken hat er auch nicht aufgegeben. Auf diesem Rad konnte er sogar schon seine ersten Erfolge erzielen, so wie in der bosnischen Cross-Country Saison.

Er sagt: “Ich war am jüngeren Ende der Kategorie der alten Meister. Eher zu meiner Überraschung gewann ich jedes Rennen und wurde damit zum Sieger der gesamten Saison. Ich hatte seit meiner Kindheit in der Schule nichts mehr gewonnen, so dass es wirklich lustig war.“ Aber der Sieg, auf den er am meisten stolz ist, war der Sieg seines ersten Straßenrennens im Mai letzten Jahre in der bosnischen Stadt Mostar. Er sagt: “Es war ein 70 km langes Rennen da waren so um die 50 Fahrer in unserer Gruppe. Die Geschwindigkeit war anfangs ziemlich hoch – 50 km/h und mehr. Und dann gab es da noch diesen Unfall direkt vor mir. Es gelang mir noch irgendwie auszuweichen, aber der Unfall teilte das Feld und mir gelang es, den Abstand zu einer Gruppe mit ziemlich jungen Burschen zu verkürzen.

Wir arbeiteten alle ziemlich gut miteinander und dann setzte ich zum Sieg an, um das Renne vom letzten Anstieg aus zu gewinnen. Das war so ein großartiges Gefühl!”

 

Colnago 2019 collection
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